Nach 2014 ist unsere Schule auch in diesem Jahr 2016 als Zukunftsschule ausgezeichnet worden.

 

Am 24.05.16 besuchten Frau von Hoerschelmann und Frau von Meltzer unsere Schule und informierten sich über unsere Projekte.

Die folgenden Ausführungen beschreiben unsere Vorhaben, mit denen wir uns als "Zukunftsschule präsentieren möchten:

Allgemeiner Teil

 

Die Utholm-Schule St. Peter-Ording bietet zu den Schwerpunktthemen „Lebensräume gestalten“ und „Ernährung“ Vorhaben an:

 

Es handelt sich um die Projekte „gesunde Ernährung“ bzw. „Frühstück einmal anders“ und die Schulimkerei mit den Bienenvölkern auf der Streuobstwiese.

 

Durch unsere schulischen Vorhaben werden die Schüler/innen zu Multiplikatoren und tragen ihre Kenntnisse und Erfahrungen in die Familien hinein. Auch den Eltern wird durch ihr tatkräftiges Mitwirken an den Projekten bewusst, welche Bedeutung u.a. gesunde Ernährung im Alltag hat bzw. welchen wertvollen Beitrag Bienen für die Lebensgrundlagen des Menschen leisten.

 

Erste Informationen finden sich auf unserer Schulhomepage. Gerne stehen wir für Beratungen und Besichtigungen zur Verfügung.

 

 

Imkerei-Bienenvölker in der Streuobstwiese

Unsere Streuobstwiese mit den alten Obstsorten, mit Hochbeeten, Wildsträuchern, und einer Naschobstecke, Insektenhotel und Bienenschaukasten ist uns als Langzeitprojekt besonders wichtig und ist durch die Kooperation mit zwei Umweltbildnern weiterentwickelt worden. Mehrere Bienenvölker wurden aufgestellt, die unsere „Bienen AG“  unter Anleitung regelmäßig betreut. Im Spätsommer bildet das Honigschleudern einen besonderen Abschluss.

 

Projektinfos: Wir müssen im Schulalltag immer häufiger erleben, dass unsere Schüler, die doch auf dem Lande leben, zunehmend weniger Wissen über Pflanzen, Bäume, Tiere, Nahrung und den Naturkreislauf von zu Hause mitbringen.

Um dem entgegen zu wirken, haben wir das Langzeitprojekt „Die Streuobstwiese“ ins Leben gerufen. In Form von Garten-AG-Stunden (Arbeit in Kleingruppen) sowie im HWS-Unterricht wird den Schüler/innen dieser vielfältige Lebensraum nahe gebracht. Kinder der Kindertagesstätte und Schüler sollen Gelegenheit erhalten, unterschiedliches Obst von alten Obstbaumsorten kennen zu lernen, zu verarbeiten, zu schmecken, ebenso die Beerenfrüchte. Auf Hochbeeten säen sie Gemüse, pflegen, ernten, verarbeiten und schmecken es. Darum ist uns die Ernte aus der Streuobstwiese ein wichtiger Zulieferer für den Schulkiosk (z.B.: Schüler kochen Marmelade, stellen Dörrobst her). Über die Nützlichkeit der Bienen und anderen Insekten wird den Schülern der Nahrungskreislauf bewusst gemacht.

In Kooperation mit dem Umweltbildner Christopher Wiese und dem Förster Patras Scheffler ist es gelungen, eine“ Bienen AG“ ins Leben zu rufen /einzurichten. Für die Realisierung des Imkerei-Projektes stellt die Schule einen Standplatz für die Völker, einen Standplatz für den Bienenschaukasten und Lagermöglichkeiten für benötigtes Material zur Verfügung.

Für die Realisierung des Imkerei-Projektes stellt die Schule einen Standplatz für die Völker, einen Standplatz für den Bienenschaukasten und Lagermöglichkeiten für benötigtes Material zur Verfügung.

Die Bienenvölker sind über die Mitgliedschaft von Herrn Christopher Wiese im „Deutschen Imkerbund e.V.“ versichert und der Standort wird dem zuständigen Veterinäramt gemeldet. Arbeitsgeräte, Bienenvölker und Imkereibedarf wurden z.T. aus privaten Mitteln und vom Schulträger sowie Förderverein beschafft. Arbeitsgeräte, Bienenvölker und Imkereibedarf wurden z.T. aus privaten Mitteln und vom Schulträger sowie Förderverein beschafft.

 

Zielsetzung: Den Schüler/innen soll durch die Teilhabe an den Arbeitsprozessen der Schulimkerei und das praktische Arbeiten an den Bienenvölkern eine ganzheitliche Umweltbildung geboten werden.

Bienen leisten einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Biodiversität und gewährleisten durch ihre vielfältigen Funktionen wichtige Lebensgrundlagen des Menschen. Die Schüler/innen sind eingeladen in Form einer Arbeitsgemeinschaft gemeinsam mit uns an und mit dem Bienen zu arbeiten, die Leistungen der Bienen in Wert zu setzen und ihre eigenen Vorteile daraus zu erkennen und wert zu schätzen. Gleichwohl sollen die Schüler/innen erkennen wie sie ihr eigenes Handeln in späteren Lebenssituationen sinnvoll gestalten können um eine umfassende Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu fördern.

Der Bienen AG/Imkerei liegt das Konzept der ganzheitlichen Umweltbildung zugrunde. Es wird fächerübergreifend und handlungsorientiert mit den Schüler/innen gearbeitet. Es werden Arbeiten integriert, die sowohl handwerkliches Geschick als auch Kreativität ausprägen (z.B. Herstellen von Kerzen aus Bienenwachs, Reparaturarbeiten und Bastelaktivitäten).

Finanzierung: Förderverein, Schulträger, priv. Eigenleistungen

 

Erfolge: Hohe Motivation aller Beteiligten; Vernetzung intern und extern; Positive Außendarstellung der Schule.

 

Hindernisse, Risiken: Abhängigkeit von den Kooperationspartnern

 

 

Ideen zur Ausweitung: Mehr HWS-Unterricht im Freien; Ergänzung der Anlage mit weiteren Binenvölkern; Ausweitung der Vernetzung mit Schulkiosk bzw. Verkauf von Honig und Bienenwachskerzen

 

 

 

Gesunde Ernährung - Frühstück einmal anders

Uns Lehrkräften fiel auf, dass Schüler/innen immer häufiger ohne Frühstück zur Schule kamen. Deshalb bieten wir an unserer Schule gemeinsam mit Eltern  im Schulkiosk ausgewogene Pausensnacks an (Vollkorn- u. Milchprodukte, Obst, Gemüse z.T. aus der Streuobstwiese und anderen Brotbelag; durstlöschende Getränke). Rückmeldungen der Kinder ergaben, dass sie es oftmals nicht mehr  gewohnt sind, ausgewogene Mahlzeiten einzunehmen. Deshalb führen wir mit unseren 3.Klassen einen Ernährungsführerschein (aid) durch.

Außerdem bieten wir dreimal pro Schuljahr gemeinsam mit Eltern besondere Frühstücksvariationen an, die wieder mit Grundnahrungsmitteln bekannt  machen, die aus dem Blickfeld geraten sind (z.B. Hirse, Bulgur) bzw. nicht mehr zubereitet werden.

 

Es handelt sich um schmackhafte Zwischenmahlzeiten.

Projektinfos: An unserer Schule haben sich Lehrerinnen und interessierte Eltern in dem Thema „Grundlagen der gesunden Ernährung“ fortgebildet. Um leistungsfähig und konzentriert im Unterricht mitarbeiten zu können, benötigt jedes Kind ein vielseitiges und ausgewogenes Frühstück. Unsere Zielsetzung ist, den Schüler/innen ein abwechslungs- und ballaststoffreiches Frühstück anzubieten. Ebenso wichtig ist es uns, dass wir regionale und saisonale Produkte verwenden. Einige werden von den Schüler/innen an den Hochbeeten der Streuobstwiese geerntet ( z.B. Salat, Radieschen, Möhren, Kohlrabi, Kräuter und Erdbeeren). Somit wird den Schülern bewusst gemacht, wie etwas wächst und wann etwas erntereif ist. Darüber hinaus lernen die Kinder auch neue Produkte kennen (Apfelbeere, Brombeere, Rhabarber, usw.).In Eigenregie stellen die Kinder aus den Früchten der Streuobstwiese Dörrobst her. Ebenso werden verschiedenen Marmeladen eingekocht. Beides wird im Kiosk angeboten

Unser neues Projekt „ das andere Frühstück“ bieten wir dreimal pro Schuljahr an. Gemeinsam mit Eltern und Schülern entstehen besondere Frühstückvariationen, die wieder mit Grundnahrungsmitteln bekannt machen, die aus dem Blickfeld geraten sind, bzw. mit mehr zubereitet werden.  Die Schüler und Schülerinnen lernen dadurch wieder andere geschmackvolle Zwischenmahlzeiten, die auch Zuhause leicht zubereitet werden können.

 

Themenkreise: Ernährung

 

Zielsetzung: Ein ausgewogenes, vielseitiges Frühstück ist für Schüler/innen die Grundlage, um leistungsfähig und konzentriert im Unterricht mitarbeiten zu können und darüber hinaus ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten vorzubeugen. Wir sind darauf bedacht, den Schüler/innen unbekannte Lebensmittel wie Hirse, Bulgur, Süßkartoffeln, Topinambur, Sprossen usw. durch einfache geschmackvolle Zubereitung näher zu bringen. Ein wichtiger Ansatz ist auch, neue Erkenntnisse aus dem Lebensmittelbereich (Smoothy, Gemüsechips) mit einzubringen. Unser größtes Anliegen ist, dass die Schüler/innen zu Multiplikatoren werden und deshalb die Rezepte mitbekommen.

 

Finanzierung: Sachspenden, Förderverein und Einnahmen durch Umsätze 

 

Erfolge: Große Nachfrage am Schulkiosk; Elternteams finden sich; positive Resonanz auf das andere Frühstück

 

Hindernisse. Risiken: Abnehmende Elternbeteiligung –bedingt durch Zeitmangel, Versetzung bzw. Ruhestand von Kollegen/innen

 

Ideen zur Ausweitung: Erweiterung des Angebotes im Kiosk, bei Steigerung der Obsternte (Streuobstwiese; Herstellung von Säften, Marmeladen, Dörrobst